Gebäudeschäden aufgrund von Neubaufeuchte

Gebäudeschäden aufgrund von Neubaufeuchte

Ein Großteil der Bauschäden resultiert aus Neubau-Feuchteschäden. Grund dafür sind oft Terminstress, mangelnde Koordination der einzelnen Bautätigkeiten und unvorhersehbare Wetterereignisse, wie Schneefall oder Niederschlag:

Woher kommt die Neubaufeuchte?

Beim Neubau werden Baumaterialien eingesetzt, die meistens mit Wasser angemischt werden müssen, um verarbeitet werden zu können. Vom Mörtel für den Mauerbau bis hin zum Estrich für die Böden wird beim Bau selbst eine große Menge Wasser verwendet, die nach dem Abbinden schließlich wieder über die Luft abgegeben werden muss. Terminstress und knappe Fristen bei den Bauverträgen schließen oft aus, dass beispielsweise Ziegel- und Betonmauern die Trockendauer erhalten, die sie benötigen. Teilweise kann die Trocknung mehrere Monate bis zu 2 Jahren in Anspruch nehmen, bevor eine Wohnung oder ein Haus schlüsselfertig bzw. Belagsfertig übergeben werden kann.

Schäden aufgrund von Neubaufeuchte

Wird die notwendige Trocknungsdauer nicht eingehalten, oder werden keine Trocknungsmaßnahmen, wie beispielsweise der Einsatz von INTROC Bautrocknern oder Entfeuchtungsgeräte, getroffen, kann die Weiterbearbeitung der Bausubstanz (verputzen, verkleiden, beschichten, belegen) zu früh erfolgen. Die im Baukörper befindliche Restfeuchte muss aber irgendwohin. Langsam arbeite sich dann die Feuchtigkeit durch die Materialien, die schließlich schimmeln, modern, faulen, sich wellen, lose werden und abblättern können. Insbesondere organische Materialien begünstigen das Schimmelwachstum, das Konsequenzen für die Gesundheit haben kann! Unser Tipp ist daher, dass Sie am besten bereits während des Bauens darauf achten, feuchte Baumaterialien vor der Weiterverarbeitung ausreichend trocknen zu lassen, oder den Trocknungsprozess durch Bautrockner zu beschleunigen!

Maßnahmen gegen Neubaufeuchte

  1. Schützen Sie insbesondere den unfertigen Rohbau vor Durchfeuchtung! Hier können Sie die größten Fehler vermeiden: Indem Sie beispielsweise die Mauerkronen vor dem Regen schützen, verhindern Sie, dass die untersten Ziegelreihen feucht werden. Idealerweise nutzen Sie Polyethylenfolie zur Abdeckung und das Sammelwasser leeren Sie regelmäßig aus, um lang stehende Pfützen zu vermeiden!
  2. Keller: Wenn Ihr Keller noch nicht gegen Regen- oder Schmelzwasser geschützt ist, können sich Lacken bilden über die das stehende Wasser vom Fundament aus in die unteren Schichten der Kellerwände einziehen kann. Wenn diese feuchten Wände verputzt werden, bevor sie getrocknet sind, kann es bei späterer Durchtrocknung zu Rissen in den Wänden kommen!
  3. Dachboden: Sollte die Fertigstellung des Neubaus nicht vor der Winterpause ausgehen, kommt es ab und zu vor, dass das Erdgeschoss und die bereits fertiggestellten weiteren Stockwerke bereits beheizt werden. Dadurch wird die Bausubstanz in diesen Bereichen bereits getrocknet bzw. Feuchtigkeit abtransportiert. Steigt die warme, feuchtigkeitsgesättigte Luft in den unbeheizten Dachboden, dann besteht die Gefahr, dass die Feuchtigkeit dort kondensiert und an den Holzsparren Schimmel entsteht! Den Zugang zum unbeheizten und unisolierten Dachboden daher immer gut abdichten!

Bautrocknung nach Fertigstellung des Rohbaus

Wenn Ihr Rohbau fertig ist, bedenken Sie bitte, dass Ihr Fundament auch 6 Monate nach Fertigstellung noch ca. 5% Wasser enthalten kann. Dieses Wasser entweicht über die Luft in die oberen Räume – sofern Sie nicht eine Dampfsperre auf dem Fundament verlegt haben. Die Feuchtigkeit arbeitet sich dann in die auf dem Fundament liegende Dämmschicht. Diese wird feucht, dämmt schlechter und es besteht die Gefahr von Schimmelbildung bzw. Wellen im Fußbodenbelag.

Achten Sie auch bitte darauf, dass der Neubau vollständig getrocknet ist, insbesondere Wände, die beidseitig verputzt sind, haben trocken zu sein, bevor der Putz aufgebracht wird. 

Material

Organische vs. Anorganische Materialien:  organische Materialien (organische Farben, Tapeten, Kleister und angebrachte Holzverkleidungen) dürfen nur auf trockenen Untergründen angebracht werden, da aufgrund ihrer Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern, einen optimalen Nährboden für Schimmelpilze darstellen. Diese feuchtespeichernden organischen Materialien können sie in Räumen einsetzen, in denen Feuchtigkeit bis zum nächsten Lüften gespeichert werden kann. Anorganische Materialien wie z.B. Kalkputz empfehlen sich für Badezimmer, Küchen und Kochnischen sowie Schlafzimmer!

Dämmung

Ist Ihr Neubau fertig und gut durchgetrocknet, stellen Sie bitte auch sicher, dass keine Feuchtigkeit von außen (Dach, Fassade, Untergrund) nach innen gelangen kann. Eine Dämmung, die außen angebracht ist, ist der Dämmung von innen her in den meisten Fällen vorzuziehen. Damit verhindern Sie auch Wärmebrücken, die zu einer Feuchtigkeit von innen durch Kondenswasser führen können. Wird der Taupunkt, insbesondere bei Außenwänden unterschritten, kann es hier zu Feuchtigkeitsstau und in weiterer Folge zu Schäden und Schimmelbefall kommen.

Luftfeuchtigkeit

Durch die zusätzliche Zuführung von Wasser, beispielsweise durch Spachteln, Verputzen, Fliesen legen, Estrich auftragen, etc. kann sich der noch nicht komplett getrocknete Baukörper wiederum zusätzlich mit Wasser anreichern. Daher gilt es die Werte der Luftfeuchtigkeit zu kontrollieren und unterhalb von 65% zu halten. Sollte die Luftfeuchtigkeit höher steigen, kann man dieser mit dem richtigen Lüftungsverhalten entgegensteuern. Wenn dies noch nicht reicht, helfen hier auch professionelle Kondenstrockner/Luftentfeuchter oder Infrarottrockner von INTROC, die optimalen Werte zu erreichen.

Rohbautrocknung

Die Wichtigkeit einer trockenen Bausubstanz ist anhand dieser Beispiele deutlich gemacht worden – doch was tun, wenn der Zeitplan für den Bau straff und das Mauerwerk trotzdem noch feucht ist? Mit Hilfe von INTROC Bautrocknern und Entfeuchtern können alle Gewerke im Zeitplan weiterarbeiten, während das Gebäude bausubstanzschonend und in die Tiefe gehend getrocknet wird. Dank der INTROC Infrarottechnologie können Sie sogar offene Gebäudehüllen, also Räume ohne fertigen Fenster- oder Türeneinbau trocknen, was mit herkömmlichen Entfeuchtungsgeräten natürlich nicht geht. Bei diesen muss die Raumhülle oder Kubatur geschlossen sein, da sonst ständig feuchte Luft nachkommt und der Raum selbst nie trocken wird.

Die INTROC Infrarottrockner arbeiten effizient und lautlos und werden nicht nur beim Neubau, sondern auch bei der Trocknung von Wasserschäden uvm. eingesetzt. Ein Beispiel finden Sie hier anhand der INTROC Case study, wie wir mit INTROC Bautrocknern einen Wasserschaden im 6. Wiener Gemeindebezirk in kürzester Zeit getrocknet haben. 

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