Altbautrocknung in einer Wiener Ordination

Altbautrocknung in einer Wiener Ordination

Hohe Luftfeuchtigkeit im Nebenraum

Im Nebenraum einer Arztpraxis in Währing wurde eine erhöhte Wandfeuchtigkeit innen an der straßenseitigen Mauer des mehrgeschossigen Altbaus aus dem Jahr 1890 gemessen. Der Grund für die erhöhte Feuchtigkeit war ein starker Wassereintritt von außen (bedingt durch einen Neubau neben dem Gebäude, der durch das Abbinden des Betons große Wassermengen abgesondert hat).

Die Wände des als Lager genutzten, selten betretenen und unbeheizten Raumes waren teilweise sehr feucht, es bestand akute Gefahr von Schimmelbildung und ein leicht modriger Geruch entstand, wenn das Lager nicht regelmäßig stoßgelüftet wurde.

Die Luftfeuchtigkeit wurde über zwei Wochen mit Hilfe eines Hygrometers aufgezeichnet. Die Luftfeuchtigkeit war mit bis zu 68% sehr hoch – Hier gab es Handlungsbedarf!. 

Fünf Schritte für eine nachhaltige Trocknung

Die Firma INTROC GmbH wurde mit einer Infrarot-Trocknung und der Erstellung von Empfehlungen für weitere Maßnahmen beauftragt.

Nachdem in einem ersten Schritt im Rahmen des „Altbau-Pickerls“ an den neuralgischen Punkten die Feuchtigkeit gemessen und analysiert worden war, wurde sichergestellt, dass der Grund für die Mauerfeuchtigkeit behoben worden ist.

In einem zweiten Schritt wurde der Keller durchgelüftet, in dem einige Fenster und Luken versperrt bzw. verkeilt gewesen waren. Parallel dazu wurden die Auftraggeber hinsichtlich des optimalen Lüftungsverhaltens beraten.

In einem dritten Schritt kamen zwei INTROC Infrarottrockner zum Einsatz. Vorab wurden 8 Messpunkte an der straßenseitigen Wand gesetzt, um den Trocknungsfortschritt aufzuzeichnen. Die Trocknung erfolgte über einen Zeitraum von 3 Wochen und wurde durch regelmäßiges Stoßlüften unterstützt. Der Ordinationsbetrieb konnte ungestört weitergeführt werden, da INTROC Trockner lautlos trocknen. 

Durch die Infrarottrocknung wurde die Wandtemperatur erhöht und die Wandfeuchte deutlich reduziert, wie die Messergebnisse an den Messpunkten verdeutlichen. In weiterer Folge galt es, Wärmebrücken im Lager durch eine bessere Temperierung und durch gezielte kleine bauliche Veränderungen auch zukünftig zu vermeiden. Durch die Reduktion der Wandfeuchte auf unbedenkliche Werte, gelang es bereits, die Raum-Luftfeuchtigkeit auf einen Wert von ca. 43% zu reduzieren, ideal, um eine Schimmelgefahr auszuschließen.

Das „Altbaupickerl“ als laufendes Service

Bei der Nachmessung war aufgefallen, dass eine Seite des Kellers unterhalb der Ordination weitaus feuchter geblieben ist, als die andere. Bei zu sehr mit Feuchtigkeit belasteten Kellern gilt es, immer die äußeren Wände soweit wie möglich von Möbeln und geschlossenen Regalen freizuhalten, um eine Luftzirkulation zu ermöglichen. Während die trockenere Kellerseite wieder als Lager genutzt werden kann, wird die feuchte Seite in einem vierten Schritt im Rahmen einer kleinen Sanierung inklusive Austausch der Oberflächenmaterialien (Farbe und Putz) optimiert und durch eine Verbesserung der Oberflächenstruktur langfristig getrocknet, damit auch in Zukunft kein Feuchtestau mehr entstehen kann. Der optimale Zeitraum für so eine Feuchtereduktion im Keller ist im Spätherbst und während der Winterzeit. Sollten diese Trocknungsmaßnahmen nicht dauerhaft helfen, kann in einem fünften Schritt im Frühjahr ein automatisiertes Be- und Entlüftungssystem zur weiteren Verbesserung des Raumklimas im Kellergewölbe installiert werden.

Als Folge-Service nimmt die Firma INTROC auch in Zukunft weitere regelmäßige Messungen im Gebäude im Rahmen des Altbaupickerls vor.