Jeder kennt und erkennt Schimmel sofort – ob auf Lebensmitteln oder in der Zimmerecke, Unbehagen macht sich bei seinem Anblick breit und gesundheitsgefährdend kann er auch noch sein:

Was genau ist Schimmel eigentlich?

Schimmel ist eine Pilzart, die aus kleinen Organismen besteht, welche fast überall vorkommen. Sie können schwarz, weiß, orange, grün oder lila sein. Im Freien spielen Schimmelpilze eine wichtige Rolle, denn sie zersetzen abgestorbene Blätter, Pflanzen und Bäume. Schimmelpilze leben von Feuchtigkeit und vermehren sich durch winzige, federleichte Sporen, die durch die Luft weiterverbreitet werden. Wir sind alle jeden Tag diesen Schimmelsporen ausgesetzt.

Das macht auch nichts: in kleinen Mengen sind Schimmelpilzsporen nämlich meist harmlos, aber wenn sie auf einer feuchten Stelle in Ihrem Haus landen, können sie anfangen, zu wachsen. Sobald Schimmelpilze auf einer Oberfläche wachsen, streuen sie umgehend Sporen, die in die Luft abgegeben und ab nun ständig von Ihnen eingeatmet werden können.

Wenn Sie empfindlich auf Schimmelpilze reagieren und eine große Anzahl von Sporen in Ihren 4 Wänden einatmen, könnte dies zu gesundheitlichen Problemen für Sie führen. Schließlich verbringen wir durchschnittlich 16 Stunden am Tag – und noch mehr im Alter von unter sieben und über 64 Jahren – zu Hause.

Schimmelpilze und Ihre Gesundheit

Die Exposition gegenüber feuchten und schimmeligen Umgebungen kann für einige Menschen eine Vielzahl von gesundheitlichen Auswirkungen haben. Für Menschen, die empfindlich auf Schimmel reagieren, kann das Einatmen oder Berühren von Schimmelpilzsporen allergische Reaktionen verursachen, einschließlich Niesen, laufender Nase, roten Augen und Hautausschlag. Menschen mit schweren Schimmelpilzallergien können schwerwiegendere Reaktionen haben, unter anderem sogar Kurzatmigkeit.

Welche gesundheitlichen Probleme können durch den Kontakt mit Schimmelpilzen entstehen?

Schimmel selbst ist nicht gefährlich oder giftig, obwohl es einige Arten von Schimmelpilzen gibt, die giftige Mykotoxine produzieren können, wie z.B. der Schwarzschimmel. Diese, berüchtigtste Art von Schimmelpilz, der „schwarze Schimmel“ (Stachybotrys chartarum), kann auf wassergeschädigten Baustoffen wachsen und giftige Sporen produzieren. Für die meisten Menschen ist es jedoch eine allgemeine Schimmelpilzallergie oder -empfindlichkeit, die zu unangenehmen Symptomen führt. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie das Schimmelwachstum in Ihrem Haus verringern.

Wie sehen die Symptome bei einer Schimmelpilzallergie aus?

  • tränende, juckende oder rote Augen
  • Keuchen, Niesen oder Husten
  • Laufende Nase
  • Hautausschlag

In einigen Fällen können die Symptome schwerer sein. Nach Angaben der NGO „National Academy of Medicine“ wurde die Exposition gegenüber Schimmelpilzen, vor allem in Innenräumen, mit folgenden Symptomen in Verbindung gebracht:

  • Probleme mit den oberen Atemwegen, Husten und Keuchen bei ansonsten gesunden Menschen
  • Asthmaanfälle bei Menschen mit Asthma
  • Überempfindlichkeitspneumonie bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem
  • Eine Schimmelpilzallergie kann für Menschen mit einem bereits geschwächten Immunsystem, wie Säuglinge und Kinder, ältere Menschen und Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen, HIV, Krebs, Krebspatienten unter Chemotherapie oder Menschen, die eine Organtransplantation erhalten haben oder Menschen mit Lebererkrankungen, von körperlich belastend bis gefährlich werden.
  • Es wird derzeit vermutet, dass Schimmelpilze in Innenräumen ein Risikofaktor für Asthma bei Kleinkindern sein können
  • Ebenso ist die Forschung noch nicht abgeschlossen, was einen möglichen Zusammenhang zwischen Schwarzschimmel und akuter idiopathischer Lungenblutung bei Säuglingen sowie Gedächtnisverlust bei Erwachsenen betrifft
  • Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist ein erheblicher Teil der weltweit 300 Millionen Fälle von Asthma im Kindesalter auf die Einwirkung von Feuchtigkeit und Schimmel in Innenräumen zurückzuführen
  • Menschen, die in feuchten und schimmeligen Häusern leben, sind ebenfalls einem erhöhten Risiko einer Depression ausgesetzt, was wiederum das Risiko von Atemwegssymptomen und Asthma erhöhen kann.

Schimmel und Ihr Zuhause

Schimmelpilze finden sich sowohl im Innen- als auch im Außenbereich und können durch offene Türen, Fenster, Lüftungsschlitze, Heizungs- und Klimaanlagen in Ihr Zuhause gelangen. Schimmelpilze können auch an Ihrer Kleidung, Schuhe, Taschen und Haustiere anhaften und nach drinnen getragen werden.

An welchen Orten wachsen Schimmelpilze?

Schimmelpilze wachsen an Orten mit viel Feuchtigkeit, z.B. um Öffnungen in Dächern, Fenstern oder Rohren bzw. an Orten, an denen es Überschwemmungen gab. Sie wachsen gut auf Papierprodukten und Karton, Deckenplatten und Holzoberflächen, die nicht versiegelt sind. Außerdem können sie auch in Staub, Farben, Tapeten, Isolierungen, Trockenbau, Teppichen, Stoffen und Polstern wachsen.

Schimmelbefall finden Sie am häufigsten

  • in Duschkabinen oder Badewannen
  • Unterhalb von Waschbecken oder um Sanitäranlagen herum
  • Hinter Rigipswänden
  • In Teppichböden
  • Hinter Bildern
  • Hinter Möbeln
  • Hinter Schränken
  • Auf feuchter Kleidung
  • In jedem Bereich mit hoher Luftfeuchtigkeit, Feuchtigkeit oder der von Wasserschäden betroffen gewesen ist.

Schimmel zu Hause – was kann man tun?

Neben sichtbarem Schimmel können die folgenden weitere Anzeichen von Feuchtigkeitsproblemen in Ihrem Haus und damit frühe Warnsignale sein: Schimmelgeruch, Wasserflecken, häufiges Kondensieren von Luftfeuchtigkeit, Abschälen oder -Reißen von Farbe oder Wandtapeten, feuchte Keller und stehendes Wasser unter oder um das Haus herum.

Es gibt keine Standards bezüglich der optimalen Luftfeuchtigkeit, um Schimmel zu vermeiden, aber es gibt die folgenden praktischen Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Schimmelpilze im Innenbereich zu verhindern oder ihr Aufkommen zu minimieren. Dazu gehören

  1. eine richtig dimensionierte Heizung und die Isolierung Ihres Hauses, um die Luftfeuchtigkeit und Kondensation zu reduzieren.
  2. Installieren und verwenden Sie eine Belüftung in Nassbereichen oder Bereichen, in denen Wasserdampf auftreten kann. Insbesondere bei Badezimmern, in den Waschräumen und im Küchenbereich: Schalten Sie Abluftventilatoren ein, vor allem während des Badens, Duschens, Kochens, Wäschewaschens und Trocknens von Kleidung.
  3. Es ist auch ratsam, mögliche Wasserlecks zu vermeiden, indem man die Regen- und Oberflächenentwässerung kontrolliert und regelmäßig wartet (reinigt),
  4. Verzichten Sie auf den Einsatz von zusätzlichen Luftbefeuchtern.
  5. Begrenzen Sie die Anzahl von Fischbecken und Zimmerpflanzen.

Wenn Sie trotzdem Schimmel in Ihrem Haus finden, entfernen Sie den Schimmel und identifizieren und beheben Sie die Ursache für die zu hohe Feuchtigkeit. Reinigen Sie harte Oberflächen mit Seife und Wasser oder, wenn das Schimmelwachstum anhaltend ist, mit einer Bleichlösung. Möglicherweise müssen Sie saugfähige Materialien wie Teppiche, die bereits verschimmelt sind, entsorgen. Im Falle eines größeren Schimmelpilzschadens, kann es sein, dass Sie auf professionelle Hilfe durch ein spezialisiertes Unternehmen zurückgreifen müssen. Hier zeigen wir Ihnen in einer Case study, wie wir mit INTROC Bautrocknern einen Wasserschaden im 6. Wiener Gemeindebezirk in kürzester Zeit getrocknet haben. 

Call Now Button